Am Sonntag gelang der zweiten Mannschaft der erste Saisonsieg (SF Moers II – SV Wesel III : 4,5 – 3,5).
Für den ersten Punkt sorgte Sven um 11.30 Uhr, der in einem schnellen und unspektakulären Spiel einen Abwicklungsfehler in Materialvorteil ummünzte. Komplexer ging es an Brett 7 zu, wo Thomas in einer unklaren Stellung mit leichtem Materialvorteil einen Flüchtigkeitsfehler beging und aufgeben musste. Auch die Stellung mit entgegengesetzten Rochaden von Ralf konnte man als Unklar bezeichnen, und so einigten sich die beiden Kontrahenten auf Remis. Zwar konnte er früh die Königsstellung seines Gegners öffnen, dieser kam aber noch rechtzeitig zu Gegenspiel. Bei Holger ging es hingegen lange Zeit sehr geschlossen zu und am Ende bewies er die stärkeren Nerven und erlangte im gleichfarbigen Läuferendspiel vorübergehend einen Mehrbauern, der leider nicht lange verteidigt werden konnte. Die Partie endete Remis, hier war sicher mehr drin. Uwe konnte an Brett 1 lange dagegen halten und verteidigte sich zäh, aber der Druck auf seinen König wurde zu groß und seine Deckung immer kleiner. Für Aufruhr sorgte Werner, der seinen Gegner äußerst langsam und effektiv von hinten heraus überrollte. Im 23. (!) Zug begann dann die Zeitnotphase, bei der Werner einen Mehrbauern verzeichnete. Im 35. Zug verlor er die Übersicht und obwohl er am Zug war, drückte er die Uhr ohne zu ziehen. Im Ergebnis verzichteten die Weseler Schachfreunde aber auf eine Reklamation, die zu einer Zeitstrafe von 2 Minuten geführt hätte, da Werner noch 30 Sekunden verblieben waren, sein Gegner zum besagten Zeitpunkt nur noch 3 Sekunden hatte und Werner bereits 3 Figuren Vorsprung hatte. Eine sehr faire und sportliche Geste. Zum Schluss siegte Werner trotz seines Fehlers verdient. Ruhiger war es bei Otto, der gute Endspieltechnik bewies und im Turmendspiel mit 3 gegen 2 Bauern auf dem Selben Flügel das Remis hielt. Somit musste Reinhard den vollen Punkt holen. In einer zähen Partie stemmte sich sein Gegner mit allen Mitteln entgegen, aber Reinhard koordinierte seine Figuren im Mittelspiel hervorragend und schreckte auch nicht davor zurück, um 15 Uhr nur noch mit Springer und Läufer matt zu setzen. (Sven Bode)