Die aufgrund des schweren Verlusts des allseits beliebten Schachfreundes Gordon Fowler angesetzte Nachholpartie gewannen die SF Moers etwas glücklich mit 5:3.

Richard verlor zur Begrüßung nur wenige Worte, und ich hatte das Gefühl, dass das in der Situation auch genau das Richtige war!

Wir mussten wie so oft in der Saison Bretter auffüllen, sodass sowohl Max als auch ich aushelfen mussten. Aber auch Rheydt hatte einige Ausfälle, sodass der Kampf ausgeglichen begann.

Es war der typische Abstiegskampf. Nach etwa einer Stunde sah es auf vielen Brettern schon nicht mehr so gut aus. Die Eröffnungsphase ging wohl eher an Rheydt.

Ich habe leider nicht alles gesehen, daher nur eine kleine Kurzfassung.

Brett 1: Jurij gegen B. Wolkowski (2201) 0,5 : 0,5 – Jurij stand ziemlich schlecht und hatte zwei Bauern weniger. Sein Gegner versuchte bis zuletzt alles, um diesen Vorteil auszunutzen. Aber Jurij wäre nicht Jurij, wenn er einfach aufgeben würde. Er kämpfte weiter und gewann zwischenzeitlich einen Bauern zurück. Das Endspiel war extrem kompliziert, aber Jurij konnte es am Ende halten.

Brett 2: Richard gegen C. Hamacher (1960) 1 : 0 – Richards Gegner griff früh Richards Königsstellung an und stand laut Richard auch auf Gewinn. Richard verteidigte sich so gut wie möglich und reklamierte im 39. Zug die Zeitüberschreitung seines Gegners und gewann so die Partie.

Brett 3: Thomas gegen A. Amend (1916) 1 : 0 – Thomas wurde in der Eröffnung regelrecht "angesprungen" von seinem Gegner. Dieser schob Bauer nach Bauer nach vorn, und es wirkte alles sehr beengt. Leider habe ich das Ende nicht gesehen, aber scheinbar taten sich dann doch irgendwann Lücken auf, die mit Kontermöglichkeiten verbunden waren, und Thomas gewann.

Brett 4: Stefan gegen T. Franck (1803) 1 : 0 – Stefans Gegner startete ebenfalls früh einen Königsangriff und opferte Material. Stefan verteidigte, glaube ich, alles sehr sauber, konnte sich aus der Situation befreien und hatte am Ende einfach zu viel Material… sein Gegner gab auf.

Brett 5: Wolfgang gegen D. Heß (1882) 1 : 0 – Die wohl wildeste Partie des Tages. Ich habe in der Kürze der Zeit auch den Überblick verloren. Wolfgang hatte scheinbar alles im Griff und konterte seinen Gegner geschickt aus.

Brett 6: Albert gegen M. Lambertz (1962) 0 : 1 – Albert war neben Stefan wohl lange der Einzige, der ganz gut stand. Er verschaffte sich nach und nach einen Vorteil und gewann eine Qualität. Leider verlor er dabei die Zeit aus dem Blick, und sein Gegner konnte im 39. Zug die Zeitüberschreitung reklamieren.

Brett 7: Marcel gegen J. Alonso (1821) 0,5 : 0,5 – Wie fast immer habe ich es geschafft, die Eröffnung zu vermasseln und musste ständig irgendwelche Figuren umgruppieren. Zwischendurch stand ich auch ganz sicher auf Verlust. Mein Gegner ließ mich aber nochmal vom Haken und ich konnte mit ein paar Manövern in ein Endspiel abwickeln, zwar mit Minusbauern, aber mit ungleichfarbigen Läufern. Mein Gegner kämpfte bis zum Schluss, konnte die Stellung allerdings nicht gewinnbringend verbessern.

Brett 8: Max gegen A. Arne (1748) 0 : 1 – Auch Max’ Gegner war auf Krawall gebürstet und griff direkt an. Nach und nach verlor Max immer mehr Material und konnte sich am Ende leider nicht mehr wehren.

Die 1. bewahrt sich mit diesem Sieg noch die kleine Chance auf den Klassenerhalt. Es ist, glaube ich, noch nicht 100 % klar, wie viele Absteiger es geben wird.

Zur Tabelle gehts hier --> KLICK